FAQ’s

Finden Sie hier oft gestellte Fragen zu Insolvenz und die dazugehörigen Antworten

Ein Insolvenzverfahren dauert laut dem Gesetz zunächst 6 Jahre. Durch Zahlung der Gerichtskosten (z.B. durch pfändbares Gehalt) wird das Insolvenzverfahren meist auf 5 Jahre verkürzt.
Beendigung nach 3 Jahren durch 35% der vom Gericht festgestellten Schuldenhöhe sowie 10-15% für Gerichtskosten und für die Kosten des Insolvenzverwalters.

Die Tilgungsraten im Insolvenzverfahren berechnen sich monatlich neu anhand des jeweiligen Nettogehalts und der unterhaltberechtigten Personen. In der „Pfändungstabelle“ sind Freigrenzen und Zahlungen für Alleinstehende, sowie Personen mit ein oder mehreren Unterhaltsverpflichtungen geregelt.

Der Gesetzgeber verlangt ausdrücklich, dass im Insolvenzverfahren alle Gläubiger (auch Gläubiger bei denen eventuell Schulden bestehen) angegeben werden müssen. Alle Gläubiger werden „gleich“ behandelt.

Im Insolvenzverfahren kann ein Gewerbe grundsätzlich weitergeführt bzw. ein neues Gewerbe gegründet werden. Die gesetzlichen Bestimmungen müssen hierbei jedoch beachtet werden, notwendige Vereinbarungen mit Insolvenzgläubigern (Vermieter, Lieferanten) sind zu beachten.

In der Schufa werden alle Verpflichtungen gegenüber „angeschlossenen“ Unternehmen gespeichert. Schufa Einträge werden im Normalfall 3 Jahre nach Beendigung des Verfahrens plus die Dauer des Restjahres nach Insolvenzeröffnung gelöscht.
Auch ein Insolvenzverfahren wird in der Schufa-Auskunft vermerkt. Dies wirkt sich jedoch nicht unbedingt negativ auf Ihre Auskunft aus. Durch den Vermerk lässt sich schließen, dass Sie sich um Ihre Situation und ihre Schulden kümmern und sich bemühen etwas zu ändern. Die erfolgreiche Erledigung eines Insolvenzverfahrens wirkt sich mit Pluspunkten in der Schufa aus.

Das Finanzamt stellt zunächst einen Gläubiger, wie jeder andere, dar. Achtung bei Steuerstrafverfahren und späteren Rückzahlungsansprüchen.

Da Sie sich von Ihren Schulden befreien möchten, sind auch alle Vermögensgegenstände anzugeben. Es gibt jedoch auch pfändungsgeschützte Vermögensgegenstände.
Eigene Fahrzeuge können ggf. geschützt werden, wenn diese bspw. für den Arbeitsweg benötigt werden.
Als Sicherheit abgetretene, verpfändete, übereignete Vermögenswerte verbleiben zunächst bei dem entsprechenden Gläubiger.

Verbindlichkeiten aus unerlaubten strafrechtlichen Handlungen werden zunächst nicht befreit. Hierbei dreht es sich meistens um Bußgelder, Schmerzensgeld, Arbeitnehmerbeiträge der Krankenkassen von Mitarbeitern oder Verbindlichkeiten aus anderen Strafverfahren.
Verbindlichkeiten gegenüber Unterhaltsberechtigten werden auf deren Antrag hin versagt. Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt, Sozialversicherungen, Berufsgenossenschaften und Gewerbesteuer dagegen, werden in der Regel befreit, wenn kein Strafverfahren abgeurteilt wurde.

Bei vorstehende Angaben handelt sich um eine Textsammlung für den eigenen Gebrauch. Wir gewährleisten nicht für die Richtigkeit von Zahlen und Angaben. Wir empfehlen immer anwaltlichen Rat oder auch Auskünfte bei Schuldnerberatungsstellen oder der Verbraucherzentrale einzuholen. Die Veröffentlichung von Textinhalten ist verboten!