Corona und Selbstständigkeit

Wir möchten Ihnen hier die wichtigsten Informationen zum Thema Covid-19 in Bezug auf Ihre Selbstständigkeit zur Verfügung stellen. Bitte informieren Sie sich hier und schreiben Sie uns bei Fragen gerne eine Nachricht.
Ihr Insolvenzberatungs-Center Team

Antrag auf Soforthilfe:

Bei der Soforthilfe handelt es sich um einmalige Zuschüsse, welche nicht zurückbezahlt werden müssen.
Achtung: Es muss nachgewiesen werden, dass Ihr Liquiditätsengpass auch durch die Corona-Krise entstanden ist. Möglicherweise kann es nach Auszahlung zu weiterer Überprüfung kommen, durch welche die Zahlung ggf. wieder zurückbezahlt werden muss!
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte den zuständigen Seiten.

Bayern:
FAQ Soforthilfe – Bayern
Anträge etc. Soforthilfe Bayern

Baden-Württemberg:
FAQ und Anträge Soforthilfe Baden-Württemberg

Informationen Kurzarbeit:

Diese Informationen stammen direkt von der Arbeitsagentur.
Falls Ihr Betrieb von Kurzarbeit bedroht ist, finden Sie untenstehend nähere Informationen, sowie Links zur Anzeige und anschließend zum zu versendenden Antragsformular.

https://www.arbeitsagentur.de/news/corona-virus-informationen-fuer-unternehmen-zum-kurzarbeitergeld
https://www.arbeitsagentur.de/news/kurzarbeit-wegen-corona-virus

Bitte schauen Sie sich auch die beiden Kurzvideos auf der Homepage an.
https://www.arbeitsagentur.de/news/corona-virus-informationen-fuer-unternehmen-zum-kurzarbeitergeld

Allgemeine Informationen:
Ab einem Ausfall von 1/10 der Beschäftigten kann ein Arbeitsausfall angezeigt werden (Anzeige Kurzarbeitergeld). Die Sozialversicherungsbeiträge werden zu 100% übernommen.

Kurzarbeitergeld kann nur für sozialversicherungspflichtig angemeldete Mitarbeiter gestellt werden. Geringverdiener (450-€-Kräfte) können kein Kurzarbeitergeld erhalten, zählen jedoch zur Gesamtbeschäftigtenzahl des Betriebs.

Eine Anzeige bei einem Betriebsausfall muss für den laufenden Monat z.B. März 2020, bis spätestens 31.03.2020 bei uns eingegangen sein.

Erster Schritt:

Anzeige über Betriebsausfall, inklusive Einverständniserklärung der Arbeitnehmer 

In Punkt 9 des Vordrucks bitten wir um kurze und aussagekräftige Angaben zu den Gründen des Arbeitsausfalles. Geben Sie – wenn möglich – einen Umsatzvergleich (aktueller Stand und Vergleichsmonat(e) 2019) mit an.

Zweiter Schritt:

Abrechnung (Antrag) der ausgefallenen Stunden muss innerhalb von 3 Monaten bei der Agentur vorliegen:
https://www.arbeitsagentur.de/datei/antrag-kug107_ba015344.pdf

Anzeige, sowie Antrag per Mail an: Augsburg.032-OS@arbeitsagentur.de
oder per Post

P.S.: Bitte überprüfen Sie unbedingt die unter Ihrer Betriebsnummer gespeicherten Firmen- und Adressdaten auf Richtigkeit. Eine ggf. nötige Korrektur ist zwingend vor dem Einreichen der Anzeige von Ihnen bzw. Ihrem Steuerberater durchzuführen.
https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/betriebsnummern-service

Nach Erhalt Ihrer Anzeige über Arbeitsausfall werden sich die entsprechenden Stellen nochmals – falls notwendig – mit Ihnen Kontakt aufnehmen, um weitere Details zur Kurzarbeit abzusprechen.

Bitte haben Sie Verständnis, dass die Bearbeitung der Anzeigen, sowie der Anträge längere Zeit in Anspruch nehmen wird.

Kredite:

Durch die Corona-Krise werden diverse Darlehen/Kredite angeboten. Bitte sprechen Sie hierzu mit Ihrer Hausbank und überlegen Sie Ihre Möglichkeiten.
Achtung, bedenken Sie immer, dass ein (wenn auch günstiges) Darlehen auch wieder zurückbezahlt werden muss. Überlegen Sie sich also gut, ob Sie nach der Corona-Krise voraussichtlich dazu in der Lage sind diese finanzielle Mehrbelastung zu tragen.

Aussetzung Insolvenzantragspflicht:

Gesetzliche Regelung tritt rückwirkend zum 1. März 2020 in Kraft und gilt vorerst bis 30. September 2020.

Das Gesetz sieht im Bereich des Insolvenzrechts fünf Maßnahmen vor:

  • Die haftungsbewehrte und teilweise auch strafbewehrte dreiwöchige Insolvenzantragspflicht wird vorübergehend bis zum 30. September 2020 ausgesetzt. Dies gilt nur für Fälle, in denen die Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung auf den Folgen der COVID-19-Pandemie beruht. Zudem soll erforderlich sein, dass Aussichten auf eine Beseitigung der Zahlungsunfähigkeit bestehen. Antragspflichtige Unternehmen sollen die Gelegenheit erhalten, ein Insolvenzverfahren durch Inanspruchnahme staatlicher Hilfen, gegebenenfalls aber auch im Zuge von Sanierungs- oder Finanzierungsvereinbarungen, abzuwenden.
  • Geschäftsleiter haften während der Aussetzung der Insolvenzantragspflichten nur eingeschränkt für Zahlungen, die sie nach Eintritt der Insolvenzreife des Unternehmens vornehmen.
  • Während der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht an von der COVID19-Pandemie betroffene Unternehmen gewährte neue Kredite sind nicht als sittenwidriger Beitrag zur Insolvenzverschleppung anzusehen.
  • Während der Aussetzung erfolgende Leistungen an Vertragspartner sind nur eingeschränkt anfechtbar.
  • Die Möglichkeit von Gläubigern, durch Insolvenzanträge Insolvenzverfahren zu erzwingen, werden für drei Monate eingeschränkt.
    Durch die Maßnahmen soll den von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie betroffenen Unternehmen Zeit für die Sanierung

Durch die Maßnahmen soll den von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie betroffenen Unternehmen Zeit für die Sanierungsbemühungen und Verhandlungen mit ihren Gläubigern verschafft werden. Die Vorschriften greifen damit flankierend zu den umfassenden staatlichen Hilfsprogrammen.

https://www.bmjv.de/DE/Themen/FokusThemen/Corona/Insolvenzantrag/Corona_Insolvenzantrag_node.html